Carezza

Carezza Hüttenguide

Schlemmen mit Aussicht

Wer das Carezza-Panorama kennt, kann nicht genug davon kriegen. Ganz besonders genießen kann man die Aussicht und einen Einkehrschwung in diesen Hütten und Restaurants.

Zwischen Rosengarten und Latemar strahlt die Sonne meist um die Wette. Hier in Carezza genießen Skifahrer das beeindruckende Panorama auf den Pisten direkt unter den majestätischen Dolomiten-Massiven. Aber auch die Skihütten und Restaurants hier stehen für Genuss. Eine Pause hier bedeutet mehr, als sich von den anstrengenden Schwüngen im Schnee zu erholen. Wir zeigen dir, wo es besonders schön ist und wo du einem perfekten Skitag die kulinarische Krönung verleihen kannst. Zudem verraten unsere Carezza-Wirte ihre Lieblingsrezepte. Damit du dir zu Hause jederzeit ein Stück Eggental-Feeling zurückholen kannst.

Schlemmen mit Aussicht

1. Franzin Alm

Wer mit etwas Abstand vor der Franzin Alm steht, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zutiefst beeindruckt sein, wie sie sich in die Schönheit der Landschaft einfügt und wie majestätisch der Rosengarten direkt darüber thront. Abstand halten lohnt sich aber nur für diesen Blick, vielmehr ist es ein ein Genuss, das Ende 2021 eröffnete und architektonisch sehenswerte Restaurant auch aus der Nähe zu erleben. Thobias Pardeller hat zusammen mit seiner Frau Judith Lunger die Franzin Alm schnell zu einer der Top-Adressen in Carezza entwickelt – mit einer hochwertigen, frischen und regionalen Küche in Kombination mit einer modernen und gemütlichen Atmosphäre. Das gastronomische Konzept der Franzin Alm, die sowohl im Herzen des Carezza-Skigebiets liegt und gleichzeitig zwischen Karer- und Nigerpass perfekt mit dem Auto zu erreichen ist, besteht aus drei Ebenen: Für die ganz schnelle Pause gibt es am Außenkiosk Getränke, Meraner Würstel oder Burger. Im Selbstbedienungsbereich bietet das Küchenteam frisch zubereitete Gerichte ohne lange Wartezeiten an. Und im Restaurantbereich mit seinen 28 Sitzplätzen zaubert Thobias Pardeller mit seinem Küchenteam das auf den Tisch, was die Region rund ums Eggental an Zutaten hergibt. Fleisch von einheimischem Wild oder Rind und Gemüse von regionalen Erzeugern. Thobias‘ Credo ist dabei so einfach wie effektiv: „Gute Produkte sorgen für guten Geschmack.“  Unabhängig davon lockt die Sonnenterrasse der Franzin Alm aber auch all jene an, die die wunderbare Lage bei einem Aperitivo genießen wollen – hin und wieder sogar zu den Klängen einer Liveband. Judith und Thobias jedenfalls fühlen sich hier pudelwohl und lassen das auch ihre Gäste spüren, wenn sie sagen: „Das hier ist ein gesegnetes Fleckchen Erde.“

„Gute Produkte sorgen für guten Geschmack.“

2. Antermont

Oben auf dem Karerpass können Skifahrer aus dem Vollen schöpfen: Auf der einen Seite die Pisten unter dem Rosengarten. Und auf der anderen die Pra-di-Tori-Piste am Fuße des Latemar, die viele als Geheimtipp auf ihrer Liste haben – auch weil die Antermont-Schirmbar ein beliebter Treffpunkt ist, um einen Skitag ausklingen zu lassen. Aus dem Vollen schöpfen können Skifahrer hier aber auch aus kulinarischer Perspektive. Daniel Kompatscher und seine Familie empfangen ihre Gäste mit viel Gastfreundschaft und einer abwechslungsreichen Speisekarte. Vor allem die Pizzen im Antermont genießen einen ausgezeichneten Ruf – perfekt für eine schnelle Mittagspause in der Sonne und um genügend Energie für den Rest des Pistentages zu tanken.  Ab Februar, wenn die Sonne bis in den späten Nachmittag auf die Antermont-Terrasse scheint, fällt es aber immer schwerer, die Ski nochmal anzuschnallen. Zu schön ist dann der Platz an der Sonne zwischen Rosengarten und Latemar. Und genau deshalb treffen sich dann auf der Antermont-Terrasse zahlreiche Skifahrer zum Chillen mit Veneziano & Co. Die Lage des Antermont erweist sich dabei als nahezu ideal. Nicht nur wegen des unvergleichlichen Panoramas, sondern weil das Restaurant mit dem Auto oder mit dem Bus von der Karerpassstraße aus genauso gut zu erreichen ist wie mit Skiern von der Piste. Ab 18 Uhr verlagert sich der Restaurantbetrieb im Antermont in die Innenräume – wo sich nicht nur die Hausgäste, die in den acht Zimmern den unmittelbaren Anschluss ans Skigebiet zu schätzen wissen, in der gemütlichen Stube oder im ganz neu eröffneten modernen Wintergarten kulinarisch verwöhnen lassen. Zu längst mehr als einem Geheimtipp haben sich die beiden Grillhütten im Außenbereich gemausert. Dort können sich zwischen sechs und 12 Personen einmieten und all die frischen Sachen, die vom Antermont-Küchenteam vorbereitet werden, selbst auf dem Holzkohlegrill zubereiten. Apropos Geheimtipp: Wer nach der Hitze am Grill eine kleine Abkühlung braucht: Das Eis im Antermont ist selbstgemacht – und schmeckt nicht nur im Sommer.

3. Hennenstall

Wer mit Eggentalern über den Hennenstall redet, kann so einiges an unvergesslichen Anektdoten erfahren. In Zeiten, in denen das Skigebiet unterm Rosengarten noch ganz anders aussah als heute, war der Hennenstall der Après-Ski-Treffpunkt schlechthin. Sein gemütliches Ambiente hat sich der Hennenstall bis heute zwar ebenso bewahrt wie seine Beliebtheit unter den Einheimischen. Aber Bernd und Hermann Mick haben aus dem Hennenstall längst eine der beliebtesten Adressen für eine gemütliche Mittagspause oder ein deftiges Abendessen in Carezza gemacht. Direkt an der Hubertus-Piste, die vom Karerpass zur Talstation des Paolina-Lifts führt, gelegen, fordert die sonnige Terrasse geradezu einen Einkehrschwung heraus. Während draußen das beeindruckende Dolomiten-Massiv des Latemar alle Blicke auf sich zieht, brutzeln drinnen auf dem offenen Holzkohlegrill schon die leckeren Zutaten für die legendäre Grillplatte. Gutes Fleisch aus artgerechter Haltung von regionalen Produzenten bereitet Juniorchef Bernd hier fachgerecht und mit viel Liebe zu – vom einfachen Grillwürstel bis hin zum edlen trocken gereiften Fiorentina. Zwar ist der Hennenstall berühmt für seine Fleischgerichte, aber auch die Pizzen, die mit einem Teil Hanfteig zubereitet werden und deshalb besonders bekömmlich sind, erfreuen sich bei den Gästen über große Beliebtheit. Weil der Hennenstall nicht nur direkt an der Skipiste liegt, sondern auch mit dem Auto perfekt zu erreichen ist, hat er von seiner legendären Atmosphäre überhaupt nichts einbegüßt. Die Herzlichkeit der Familie Mick ist in jedem Winkel des Restaurants zu spüren, das auch abends, wenn alle Skilifte längst stehen, beliebt und immer belebt ist. Egal, ob für ein gutes Essen oder auch nur für ein Glas Wein oder Bier an der Bar.

3. Hennenstall

4. Masaré-Hütte

„Ist das hier nicht ein wunderschöner Platz?“, fragt Klaus Zöggeler und strahlt dabei über beide Backen. Im Mai 2022 hat er die Masaréhütte am Fuße des Rosengarten übernommen und wirkt dabei so, als sei er dankbar für jeden Tag, den er hier arbeiten darf. Die Szenerie hier scheint so perfekt wie aus dem Bilderbuch. Blauer Himmel, beeindruckendes Panorama, lachende Gesichter, fröhliche Musik, gute Drinks und – vor allem – gutes Essen. „Wir verarbeiten hier Fleisch und Produkte vom eigenen Hof in Völser Aicha“, sagt Klaus, der hier unter Einheimischen und Wanderern bekannt wie ein bunter Hund ist, nicht zuletzt als langjähriger Wirt der Haniger Schwaige. Schnitzel, Gulasch, Spiegelei mit Speck, an Wochenenden auch Steaks oder Schweinshaxen stehen auf der Masaréhütte ebenso auf der Speisekarte wie Südtiroler Klassiker wie Knödel oder Kaiserschmarrn. Ein Schnäpschen aufs Haus ist bei jedem Essen so selbstverständlich wie der freundliche Service auf der Hütte. Der Weg in Richtung gute Laune führt sowohl von der Berg- als auch von der Mittelstation des Paolinalifts zur Masaréhütte, wo mittwochs bei schönem Wetter Livemusik von der großen Terrasse erklingt. Klaus Zöggeler will nicht nur damit zeigen, dass er mit viel Engagement und Passion seinen Gästen unvergessliche Stunden bescheren möchte. Dann schaut er in Richtung Rosengarten und sagt: „So eine Kulisse hier – das ist ja der Wahnsinn. Ich kenne niemanden, der hier herkommt und nicht begeistert ist.“

„Ist das hier nicht ein wunderschöner Platz?“

5. Laurins Lounge

Wer die Laurins Lounge zum ersten Mal sieht, dürfte wohl aus dem Staunen kaum herauskommen. Alleine die Auffahrt mit der neuen Kabinenbahn auf Südtirols höchst gelegenen Panoramalounge ist spektakulär, wenn die Gondel bei der Ankunft oben quasi vom Berg verschluckt wird. Darüber thront die riesige Panoramaterrasse der Laurins Lounge, von wo aus sich – den Rosengarten direkt im Rücken – ein gigantischer Blick auf die Schönheit und Weite des Eggentals eröffnet. Reini Hinteregger hat im Sommer 2021 das Bergrestaurant übernommen und legt neben Qualität insbesondere Wert auf ein Konzept, das auf Regionalität und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. „Gerade in den Bergen ist es wichtig, dass wir sorgfältig mit unserer Natur umgehen“, sagt Reini. Wer die Atmosphäre der Laurins Lounge in vollen Zügen genießen möchte, kann dies einerseits gegen Reservierung während des täglichen Brunchs ab 9.30 Uhr, während einer Mittagspause mit hochwertigen Gerichten, die Reinis Küchenteam mit Liebe und Sorgfalt zubereitet. Oder – last but not least – beim Sundowner im Liegestuhl mit einem Glas Apérol oder Südtiroler Wein in der Hand. Wenn das Abendlicht auf der Laurins Lounge den Rosengarten in sein sagenumwobenes Rot taucht, dann wird das hier oben zu einem magischen Platz mit unvergleichlichen Momenten. Und dann kommen auch diejenigen nicht aus dem Staunen heraus, die – wie Reini – die Laurins Lounge jeden Tag sehen: „Die Stimmung hier oben ist immer wieder einmalig“.

5. Laurins Lounge

6. Messnerjochütte 

Wenn sich der Abendhimmel rot verfärbt, der Schnee dieses warme Licht reflektiert und der Rosengarten zu glühen scheint, dann weiß Edith Rauchegger die Besonderheit dieses Ortes noch mehr zu schätzen als sonst: „Der Sonnenuntergang hier ist einfach nur gigantisch.“ Hier am Messnerjoch auf 1930 Metern ist die Aussicht beeindruckend, die Atmosphäre fröhlich und das Essen besonders. Deftiges wie Knödel oder Schlutzkrapfen zaubern Edith und ihr Team genauso auf den Tisch wie Süßes. Neben Strudel und Kaiserschmarrn schwören Messnerjoch-Fans aber vor allem auf die selbst gemachten Kuchen von Ediths Schwiegermutter. Viele Zutaten dazu kommen vom eigenen Hof in Tiers, nicht nur aus Gründen der Qualität und Regionalität, sondern auch aus Gründen der Nachhaltigkeit. Dass Nachhaltigkeit auf der Messnerjochhütte, die 2011 neu errichtet wurde, nicht nur ein Schlagwort ist, sieht man an allen Ecken und Enden. Gebaut wurde sie aus Holz, isoliert ist sie mit Holzwolle, beheizt wird sie mit Hackschnitzeln – und all das stammt aus dem eigenen Wald rund um den heimischen Hof in Tiers. Seit dem Bau der neuen Gondel können dies nun auch wirklich alle Skifahrer in Carezza bestaunen und genießen. All jene, denen die Schwarze Piste zu steil ist, steigen einfach an der Mittelstation aus und nehmen den flachen Verbindunsweg zum Messnerjoch. So steht einem Sundowner auf der Messnerjochhütte mittlerweile zum Glück wirklich überhaupt nichts mehr im Weg. Und das ist auch gut so. Weil Gründe einen Skitag hier ausklingen zu lassen, gibt es mehr als genug.