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Eine Liftanlage schreibt Geschichte

Slittovia Alpe di Siusi

Skifahren ohne Lifte. Die Seiser Alm galt schon um 1900, als dort noch keine Lifte standen und die abenteuerlustigen Skifahrer mit den Skiern auf die Hochalm aufstiegen, als ideales Skigebiet. Die Wintersportler gelangten dabei über mehrere Wege und aus verschiedenen Himmelsrichtungen auf die Seiser Alm. Schon die Anreise ins Skigebiet an sich war ein Abenteuer: Mit den Skiern auf den Rücken geschnallt begann der Aufstieg ins Hochplateau. Sobald der schneebedeckte Boden erreicht wurde, wurden Felle auf die Skier aufgezogen und der Weg bergauf wie bei einer modernen Skitour fortgesetzt. Ein beliebtes Ziel war dabei der höchste Punkt der Seiser Alm, der Goldknopf, da diese Route eine besonders lange Abfahrt im Tiefschnee versprach. Damals wurden auf der Seiser Alm bereits die ersten Skirennen wie das Abfahrtsrennen „Coppa Cristomanno“-Pokal (1935) ausgetragen, das vom Wintersport Club Seiser Alm organisiert wurde.

Die ersten Lifte. Mit der Inbetriebnahme der Seilbahn von St. Ulrich auf die Seiser Alm im Winter 1935/36 wurde den Skifahrern die Ankunft ins Skigebiet erheblich erleichtert. Die Wintersportler, die es sich leisten konnten, fuhren mit der Eisenbahn bis nach St. Ulrich und konnten sich so den mühsamen Aufstieg zu Fuß sparen. Die erste Liftanlage direkt auf der Seiser Alm, der Schlittenlift „Slittovia Joch-Panorama“, wurde im Winter 1938/39 eröffnet. Diese war die erste Liftanlage, die rein für den Skibetrieb genutzt wurde. Ein Jahr später ging mit dem „Mezdì-Lift“ der erste Skilift und 1949 mit der „Monte Piz“-Anlage der erste Sessellift in Betrieb. Innerhalb von wenigen Jahren waren somit die damals wichtigsten Lifttypen (Schlittenstandseilbahn, Skilift und Ein-Mann-Sesselbahn) im Skigebiet vorhanden.