geschichte

Modernste Technik trifft auf 100 Jahre Skitradition

Anfangs sind es einzelne Abenteurer, die der Faszination der Berge erliegen und sich auf Holzbrettern über die verschneiten Abhänge der Dolomiten wagen. Doch schon bald wird mit der Gründung des Skiclubs Cortina D’Ampezzo 1903 und den ersten Skirennen auf der Seiser Alm 1905 der Grundstein für die touristische Erschließung und sportliche Entwicklung dieser abgelegenen Bergtäler im Süden der Alpen gelegt. Von der ersten zweitägigen Sella-Umrundung des jungen Meraners Peter Böttl 1912 bis zum internationalen Wintertourismus der glanzvollen 1930er Jahre in Cortina, Wolkenstein und Corvara ist es nicht mehr weit. Die sagenhafte Pionierleistung eines Cesco Kostner aus Corvara, der 1933 den „Gigantissimo“ der Marmolada gewinnt und 1934 die erste Skischule in Corvara gründet, ist nur ein Beispiel für die Aufbruchstimmung und Visionskraft, die in den Dolomitentälern herrschen. Kein Berg zu hoch, keine Aufgabe zu beschwerlich und bereits 1956 wird Cortina D’Ampezzo zur wunderbaren Gastgeberin der Olympischen Winterspiele! 

Durch die internationale Medienaufmerksamkeit werden die Dolomiten schlagartig zur exklusiven Wintersportdestination, die sie immer noch sind. Die rasante Entwicklung von den 10 Hotels, die es 1900 für die hauptsächlich englischen und österreichischen Gäste in Wolkenstein gab, von den ersten Seilbahnen über den ersten Sessellift, den der legendäre Erich Kostner 1947 auf Holzständern in Corvara aufbaut, bis zum großflächigen Ausbau von Aufstiegsanlagen in den 1950er und -60er Jahren ist beeindruckend. Ihrer Zeit voraus erkennen die Dolomitenladiner sehr früh die Vorteile eines touristischen Zusammenschlusses mehrerer Talschaften: den Anfang machen 1969 die „Grandes dames“ des Skizirkus: Cortina D’Ampezzo, Kronplatz, Alta Badia und Gröden mit einem einheitlichen Skipass. Bereits 1974 sind es dann mit Arabba und dem Fassatal sechs Täler, die das einzigartige Großprojekt Dolomiti Superski gründen, das heute 12 Talschaften, 1.200 km schneesichere Pisten und 450 hochmoderne Aufstiegsanlagen zu einer einmaligen Erfolgsgeschichte zusammenschließt.