Schnee sicherheit

Schnee: Heiß geliebt und kalt genossen

Die so genannte „technische“ Beschneiung ist nunmehr seit Jahrzehnten eine Garantie für den grenzenlosen Pistenspaß auch in schneearmen Zeiten. In den Skiregionen von Dolomiti Superski sind mittlerweile fast 100 Prozent der 1.200 Pistenkilometer mit diesen Wunderwerken der Technik ausgestattet. Abgesehen davon befinden sich 90 Prozent aller Abfahrten in Höhenlagen zwischen 1.500 und 3.269 m des Marmolada Gletschers. Damit kann im Skiurlaub eigentlich nichts mehr schief laufen. Übrigens: Schnee ist, obwohl äußerst simpel, eine doch sehr komplexe Materie. Denn der Entstehungsprozess - die Bildung von winzigen Eiskristallen in der Luft – lässt den modernen „Frau Holle“ großen Spielraum. 

Je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit entstehen höchst unterschiedliche Kristallgebilde und viele davon sind unter dem Mikroskop betrachtet echte kleine Kunstwerke. Kein Schneekristall ist dem anderen gleich. Schneeflocken entstehen dann, wenn sich bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt die einzelnen Schneekristalle miteinander verzahnen. Schneeflocken wiegen nur einige Tausendstelgramm und schweben recht gemütlich zu Boden. Viel langsamer als etwa Regentropfen. Erkunden Sie im aktuellen Schneebericht die Schneehöhen und das Wetter in den Dolomiten.

Warum Schnee immer echter Schnee ist

„Kunstschnee“ ist ein Begriff, der aus einem Missverständnis heraus entstanden ist, denn an dem von Maschinen erzeugten Schnee ist rein gar nichts künstlich. Es handelt sich einzig und allein um sauberes Trinkwasser, das im Zusammenspiel mit niedrigen Temperaturen und geringer Luftfeuchtigkeit in Eiskristalle verwandelt und in Schneeflocken zusammengefügt wird. Genauso, wie es auch in der Natur passiert, wenn der Schnee vom Himmel fällt. Rein technisch läuft dies so ab, dass das Wasser von den so genannten Schneekanonen unter Druck in kleinste Tröpfchen zerstäubt und in die Luft geschleudert wird. Während des Fallens Richtung Boden bilden sich dann die gewünschten Schneekristalle. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass entsprechend niedrige Temperaturen um, bzw. unter dem Gefrierpunkt herrschen. 

Vorteilhaft ist auch trockene Luft, weshalb die Skigebiete auf der Südseite der Alpen dank ihrer klimatischen Verhältnisse eindeutig begünstigt sind. Bei der technischen Beschneiung wird sehr sorgfältig auf die Umweltverträglichkeit geachtet. Zum Beispiel ist Wasser, das aus Quellen und Sammelbecken im Gebirge stammt nährstoffarm und besser geeignet. Dem gegenüber ist Wasser aus Flüssen und Bächen nicht allzu geeignet. Chemische und biologische Zusätze zur Begünstigung der Kristallbildung sind unverhältnismäßig teuer und in Italien zudem gesetzlich verboten, sodass sie nicht eingesetzt werden.

Kanonen und Lanzen: so kommt der Schnee auf die Piste

Die Technik der Beschneiungsanlagen hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Heute produzieren diese modernen Anlagen Schnee in perfekter Qualität bei gleichzeitig geringem Energieverbrauch. Je nach Wettersituation und Bedarf kann man die Qualität und die Beschaffenheit des maschinell hergestellten Schnees flexibel variieren, um die beste Pistenqualität zu erreichen.
Mittlerweile sind sie ein vertrauter Anblick, auch wenn sie relativ dezent am Pistenrand postiert sind. Die klassischen Schneekanonen (Propelleraggregate) und die bis zu 10 m langen Schneelanzen sind die beiden populärsten Systeme zur technischen Beschneiung. Die kleinen kompakten Propellerkanonen heißen so, weil der Propeller einen Luftstrom erzeugt, in dem dann die Wasserpartikel in einem verdichteten Luftstrom zu kleinen Eiskristallen umgewandelt werden. Dabei ist die Größe der Wassertropfen variierbar und wird den Witterungsverhältnissen angepasst.

Die auffälligeren Schneelanzen funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip. Hier wird das zerstäubte Wasser aus den Düsen an der Spitze des Gerätes geblasen. In der Luft dehnt sich die verdichtete Luft aus, kühlt ab und der darin enthaltene Wasserstaub wird zum Schneekristall. Der Vorteil der Propellerkanonen ist die hohe Schneeleistung, die jedoch mit einem höheren Energieverbrauch verbunden ist. Die Lanzen hingegen sind leiser und sparsamer, allerdings haben sie nur einen begrenzten Einsatzbereich und eine geringere Förderleistung. 

 Pistenraupen auf den Pisten von Dolomiti Superski | © Dolomiti Superski

Temperaturschaukel mit südlichen Genüssen

Die Wintertemperaturen in den Dolomiten sind großen Schwankungen unterworfen. Können Ihnen bei deutlicher Südströmung an Spitzentagen und in Sonnenlagen unter mediterranem Einfluss Temperaturen bis zu + 20° Celsius bereits Lust auf frühlingshaftes Sonnenbaden machen, so kann es in der Nacht bis auf bittere – 15° Celsius abkühlen.

Die mittleren Tagestemperaturen liegen bei + 2° Celsius und der mittlere Wert für die Nacht liegt bei – 4° Celsius. Seien Sie deshalb auf jeden Fall für alles gerüstet!